Die erste Gruppe, das waren geborene Mörder, Sadisten, die Vergnügen daran hatten, Menschen zu quälen. Die zweite Gruppe, das waren die, die die Lagerregeln befolgt haben, also das getan haben, was sie tun mussten – die haben sich relativ normal verhalten. Und die dritte Gruppe, das waren diejenigen, die auch mal ein Auge zugedrückt haben und wenn sie etwas für die Häftlinge tun konnten, dies auch getan haben. Mit der Aufseherin Anneliese Franz habe ich keine ideologischen Gespräche geführt. Sie hat auch humane Gesten gezeigt, und es gab Momente, die waren fast so etwas wie freundschaftliche Annäherungen.
Wenn es um die Lagerwirklichkeit geht, dann kann Musik viel mehr ausdrücken, was Worte – selbst die Worte eines literarischen Meisters – nicht ausdrücken könnten und das ist, kann man so sagen, die Erklärung für die Musik Weinbergs.
Kann ich verzeihen? Dem Hauptverantwortlichen, dem kann man bestimmt nicht verzeihen, aber ich kann doch den Menschen verzeihen, die dort einfach nur ihre Arbeit gemacht haben, das denke ich ist möglich, diese Art von Verzeihen.«
Auszug aus dem Trailerinterview 2015