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Opernappetizer

TRISTAN UND ISOLDE

Richard Wagner

Handlung in drei Aufzügen / Text vom Komponisten / Uraufführung 1865

Ein Mythos, der alles in den Schatten stellt: Eine Liebe, die von Anfang an dem Ende geweiht ist, und dennoch eine Sehnsucht, die den Tod herausfordert.

Erleben Sie Tristan und Isolde vom 22. März bis 11. April 2026.

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Bildunterschruft:
2019/20 © Barbara Aumüller

Inhalt

Handlung

»Tristan und Isolde«

VORGESCHICHTE

Ihre erste Begegnung liegt einige Zeit zurück. Damals war der im Kampf schwer verletzte Tristan von Isolde gesund gepflegt worden. Und das, obwohl sie ihn als Feind ihres Landes und als Mörder ihres Verlobten Morold erkannt hatte.

ERSTER AUFZUG

Jetzt soll die irische Prinzessin durch die Hochzeit mit König Marke von Cornwall, Tristans Onkel, den verfeindeten Ländern Frieden stiften. Tristan selbst ist der Brautwerber und bringt sie gemeinsam mit ihrer Vertrauten Brangäne nach Cornwall. Isolde verlangt von Brangäne einen Todestrank für Tristan und sich selbst - als Sühne für Morolds Tod. Brangäne reicht ihnen stattdessen einen Liebestrank.

ZWEITER AUFZUG

Auch nach der Heirat mit König Marke geben sich Tristan und Isolde im Geheimen ihrer Liebe hin und ersehnen den Tod als ihre gemeinsame Befreiung. Brangänes Warnungen vor Entdeckung überhören sie und werden schließlich von König Marke überrascht, den Tristans Verrat tief verletzt. Tristan stürzt sich in die Waffe von Markes Anhänger Melot.

DRITTER AUFZUG

Auf seiner Burg Kareol wird Tristan von seinem treuen Freund Kurwenal gepflegt, der nach Isolde geschickt hat. Nur der Gedanke an ihre Ankunft hält den tödlich verwundeten Tristan noch am Leben. Doch Isolde kommt zu spät, Tristan stirbt in ihren Armen.

Trailer

Video

PLAY, AUGEN ZU UND OPER!

In Kürze reinhören in die Audioeinführung zu Tristan und Isolde mit Dramaturgin Mareike Wink! Alle weiteren Auftakt-Folgen finden Sie auf SoundCloud sowie auf Spotify und ApplePodcasts.

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Bildunterschruft:
2019/20 © Barbara Aumüller

Zum Werk – Katharina Thoma, Inszenierung

Ekstase im Unerreichbaren

»[...] Ich freue mich sehr über die Auseinandersetzung mit Tristan und Isolde, meiner Ansicht nach Wagners großartigstem Werk und eine faszinierende Herausforderung für jeden Regisseurin.

© Oper Köln / Teresa Rothwangl

Mich interessiert daran vor allem die Unmöglichkeit der Beziehung oder am Ende gar die Beziehungslosigkeit, unter der die Protagonisten leiden. Eine solche Ekstase, wie Tristan und Isolde sie erleben, ist durchaus denkbar – meiner Ansicht nach allerdings nur, wenn der Partner unerreichbar ist und die Gefühle nicht durch die Banalität des Alltags zunichte gemacht werden. Außerdem kann sie nicht von Dauer sein. Vielleicht ist das der Grund, warum Tristan und Isolde sich den Tod herbeiwünschen – als letzte große Konsequenz? Mich interessieren auch die Beweggründe für Tristans Handeln, denn er schafft erst die Grundlage für diese extreme Konstellation – und damit für die großen Verletzungen zweier Menschen, die ihm sehr nahestehen.

Tristan und Isolde ist für mich weniger eine Liebesoper als vielmehr eine Geschichte, die die Unmöglichkeit einer Beziehung und die Beziehungsunfähigkeit der Liebenden thematisiert. Ich bin sehr gespannt, der Aktualität oder Zeitlosigkeit dieser Geschichte nachzuspüren.«

Auszug aus dem Magazin zur Premiere Jan /Feb 2020.

»Was ist Liebe? Selig sterben,
Alles Ich-Seins ewiges Enterben,
Aller Selbstsucht tödliches Verderben,
Auferstehung im geliebten Wesen,
Alles Erden-Wehes froh Genesen,
Alles Daseins endliches Erlösen.«
Mathilde Wesendonck

Aus unserem Magazin: Beziehungslosigkeit

TEXT VON MAREIKE WINK

Tristan und Isolde – ein Paar, angezogen von größtem Verlangen, und doch zur Beziehungslosigkeit gezwungen. Ihre erste Begegnung liegt bereits einige Zeit zurück, nun soll Isolde Tristans Onkel, König Marke, heiraten … »Erst im Angesicht des Todes wird es den Liebenden möglich, sich ihrer Liebe rückhaltlos hinzugeben«, sagt Katharina Thoma. Für die Regisseurin sind es weniger die gesellschaftlichen Hürden und äußeren Bedingungen, die das Zusammensein der beiden verunmöglichen, sondern vielmehr ihre eigenen Prägungen und innere Verfasstheit. Vor allem für Tristan ist das Gefühl der Liebe durch frühkindliche Verlusterfahrung von Anfang an mit Schmerz, Angst und Tod verbunden. Diesem tiefenpsychologischen Aspekt geht die Inszenierung in einem abstrakten Raum von Johannes Leiacker nach und lotet die Begegnung eines der wohl prominentesten Paare aus der mittelalterlichen Literatur, auf die Richard Wagner für seine Oper zurückgriff, neu aus.

Wagners funktionsharmonisch vieldeutiger »Tristan-Akkord«, der bis kurz vor Stückende unaufgelöst bleibt, spiegelt im Kern die unstillbare, unaufhörlich nach Erlösung strebende Sehnsucht des Liebespaares. Damit blickt der Komponist weit in die Zukunft und öffnet die Tür zur Harmonik der Moderne.

Auszug aus dem Magazin März / April 2026.


Rund um Ihren Besuch

OPERNWORKSHOP

Todes- und Liebestrieb sind in Wagners zentralem Musikdrama auf’s Zauberhafteste miteinander verquickt. Erst ganz am Ende lösen sich Handlung und Musik harmonisch auf. 

Opernliebhaber*innen und Neugierige finden sich zu einem Ensemble. Aus der Perspektive der Opernfiguren lernen sie ein Werk auf aktive, spielerische Weise kennen.

TERMIN
21. März 2026, ca. 14–18 Uhr, Treffpunkt Opernpforte

FAMILIENWORKSHOP

Wie verwandelt sich Hass in Liebe? Was lodert wie Feuer? Was ist aus Eis und brennt? Wenn wir Opernrätsel lösen, bleiben noch genügend Geheimnisse, um mit Spannung eine Oper zu erwarten. Wir untersuchen im Workshop verschiedene Opernszenen aus Tristan und Isolde, Turandot und anderen, in denen rätselhafte Missverständnisse passieren, sich Menschen hinter Rätseln verstecken oder andere Leute überlisten. Mit Erfindergeist übernehmen Kinder und Erwachsene verschiedene Rollen und spielen in einer Szene mit

TERMIN
12. April 2026, ca. 14–18 Uhr, Treffpunkt Opernpforte

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22., 28. März / 3., 6., 11. April 2026

Sichern Sie sich jetzt Tickets für Wagners Meisterwerk Tristan und Isolde mit Miina-Liisa Värelä (Isolde) und Marco Jentzsch (Tristan) unter der Leitung von Generalmusikdirektor Thomas Guggeis.

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SZENENFOTOS Barbara Aumüller

FOTOS Katharina Thoma (Oper Köln / Teresa Rothwangl)

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Veröffentlicht am

23.02.2026

Willy-Brandt-Platz

Spielort

Willy-Brandt-Platz

60311 Frankfurt am Main

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