Der Bandenchef Iwan Mazeppa wird bei einem Schusswechsel mit der Polizei verletzt. Zuflucht findet er im Haus seines Freundes und Geschäftspartners Wassili Kotschubej. Dort wird Mazeppa nicht nur gesundgepflegt, sondern baut auch eine innige Beziehung zu Kotschubejs Tochter Maria auf.
ERSTER AKT
Zehn Jahre später ist Mazeppa zu einem erfolgreichen Politiker aufgestiegen, wodurch auch Kotschubejs Familie ihren Wohlstand vermehren konnte. Mazeppa und Maria sind inzwischen eine heimliche Liebesbeziehung eingegangen – sehr zum Leidwesen von Andrej: Dieser hegt seit Kindheitstagen tiefe Gefühle für Maria, weiß aber um ihre fatale Leidenschaft für Mazeppa.
Als Kotschubej Mazeppa einen feierlichen Empfang bereitet, demonstrieren dessen Bandenmitglieder ihre Macht. Die Situation eskaliert, als Mazeppa offenbart, dass er Maria heiraten will. Kotschubej weigert sich, seine Tochter in die Hände ihres Taufpaten zu geben, woraufhin Mazeppa Maria vor die Wahl stellt: Entweder sie folgt ihm oder ihre Beziehung ist für immer beendet. Trotz heftiger Gewissensbisse entscheidet sich Maria für ein Leben an Mazeppas Seite und zieht mit ihm davon.
Nach der Flucht ihrer Tochter versinkt Ljubow in Trauer. Schließlich rafft sie sich auf und stachelt ihren Ehemann zum Aufstand gegen Mazeppa an. Kotschubej fasst einen Plan: Ihm kam zu Ohren, dass Mazeppa einen Putsch plant, weshalb Kotschubej ihn nun beim Zaren des Hochverrats anklagen will. Andrej erklärt sich bereit, die Botschaft zu überbringen, wofür ihn Kotschubejs Männer feiern.
ZWEITER AKT
Kotschubejs Plan ging nach hinten los: Der Zar schenkte den Anschuldigungen gegen seinen Vertrauten keinen Glauben und übergab Kotschubej an Mazeppas Schergen. Diese foltern Kotschubej nun, um herauszufinden, wo er seine Schätze versteckt hat. Kotschubej bleibt jedoch standhaft und verweigert eine Antwort. Mazeppa findet unterdessen im gemeinsamen Schlafzimmer mit Maria keine Ruhe. In den Nachthimmel blickend, quälen ihn Visionen eines nahenden Strafgerichtes. Als Mazeppa erfährt, dass Kotschubej nichts preisgegeben hat, befiehlt er dessen Hinrichtung. Doch schon kurz darauf plagen ihn Zweifel: Was passiert, wenn Maria von seinem Mord an ihrem Vater erfährt?
Maria tritt hinzu und macht ihrem Geliebten Vorhaltungen: Anstatt Zeit mit ihr zu verbringen, sei Mazeppa Tag und Nacht mit seiner Arbeit beschäftigt. Und zu allem Überfluss habe er kürzlich auch noch auf das Wohl einer anderen Frau angestoßen. Um Maria zu beruhigen, weiht Mazeppa sie in seine Pläne ein: Er möchte sich mit den Feinden des Zaren verbinden und sein Heimatland in die Unabhängigkeit führen.
Ljubow wendet sich an Maria und hofft, dass diese Kotschubejs Hinrichtung noch aufhalten kann. Allerdings muss sie feststellen, dass ihre Tochter gar nichts davon mitbekommen hat. Umso eindringlicher fordert Ljubow Maria auf, bei Mazeppa ein gutes Wort für ihren Vater einzulegen. Zu spät: Vor den Augen des Volkes bereiten Mazeppas Männer die Exekution von Kotschubej und seinem Gefolgsmann Iskra vor. Maria muss schließlich mitansehen, wie ihr Vater auf bestialische Weise getötet wird.
DRITTER AKT
Während der Konflikt zwischen Mazeppa und Kotschubej eskalierte, ist ein größerer Krieg ausgebrochen. Maria findet sich inmitten eines Flüchtlingstrecks wieder und beginnt zu ahnen, welch fatale Konsequenzen ihre Liaison mit Mazeppa hatte ... Andrej, der sich mit aller Macht an Mazeppa rächen möchte, gelangt zu Kotschubejs zerstörtem Anwesen. Dort lässt er für einen Moment seine glückliche Kindheit an Marias Seite Revue passieren. Auch Mazeppa gelangt zu Kotschubejs Haus und reflektiert seinen Fall vom Herrscher zum Heimatlosen. Als Andrej ihn erkennt, versucht er Mazeppa zu töten. Im Eifer des Gefechts wird Andrej aber selbst tödlich verletzt.
Maria verliert zunehmend den Verstand: Sie erkennt ihren Geliebten Mazeppa nicht mehr und vergleicht ihn mit einem bösen Wolf. Von seinem Kameraden Orlik angestachelt, lässt Mazeppa sie alleine zurück. Maria erscheint daraufhin eine Vision des verstorbenen Andrej, den sie mit einem sanften Lied in den Schlaf wiegen möchte. Gelingt es ihr, die Bilder der allseits grassierenden Gewalt aus dem Kopf zu bekommen?