Opernappetizer

MACBETH

GIUSEPPE VERDI

Oper in vier Akten / Text von Francesco Maria Piave und Andrea Maffei nach William Shakespeare / Uraufführung 1847

Eine düstere Reise in menschliche Abgründe: Verdis Macbeth zeigt den Meister des italienischen Musikdramas von einer überraschend unheimlichen Seite. Mit packenden Klängen und einer beeindruckenden Inszenierung von Regisseur R.B. Schlather werden Machtgier und Wahnsinn auf der Bühne lebendig.

Vom 18. April bis 13. Juni 2026 im Opernhaus.

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Bildunterschruft:
2024 © Monika Rittershaus

Inhalt

Handlung

Macbeth hat viel erreicht. Doch nach einer seltsamen Begegnung, in der ihm noch Größeres prophezeit wird, erwacht die Gier in ihm.

Was Macbeth als Weissagungen versteht, ist Ausdruck seiner geheimen Begierden und Ängste. Angestachelt von seiner Frau, die nicht weniger ehrgeizig ist, begeht er einen Mord. Dieser zieht weitere Morde nach sich. Daraus entsteht ein grausames System der Unterdrückung. Doch den zum Tyrannen gewordenen Macbeth wie auch die Lady plagen zunehmend Gewissensbisse. Psychische Zerrüttung ist bei beiden die Folge – auf je unterschiedliche Weise. Schließlich lehnen sich die von ihnen Geknechteten auf und machen dem Unrechtsregime ein Ende.

Bildunterschruft:
2024 © Monika Rittershaus

Aus unserem Magazin: Ein mörderisches Paar

TEXT VON KONRAD KUHN

»Diese Tragödie ist eine der großartigsten menschlichen Schöpfungen!« Das schrieb Giuseppe Verdi 1846 über Shakespeares Drama Macbeth. Es war seine erste Oper nach einer Vorlage des großen Elisabethaners, und sie nimmt im Frühwerk eine besondere Stellung ein. Herausgefordert durch sein großes Vorbild, löste der Komponist sich erstmals von den Zwängen der Konvention und schuf ein Werk, das bis heute nichts von seiner Wirkung verloren hat.

Regisseur R.B. Schlather, der in dieser Spielzeit mit Amor vien dal destino erneut zu Gast war, holt die Handlung ins Heute. Die »Hexen« sind bei ihm das Hauspersonal des reichen Ehepaars, das sich zu Halloween verkleidet hat. Er wirft die Frage auf: Kann schon ein äußerlicher Anlass ausreichen, um einen Menschen zum Mörder zu machen? Mit Giacomo Sagripanti kehrt ein versierter italienischer Dirigent nach Frankfurt zurück. In der Titelpartie alternieren unsere Ensemblemitglieder Domen Križaj und Nicholas Brownlee, die Lady singt Signe Heiberg, die als Einspringerin bereits bei der Premiere in der letzten Spielzeit auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Auszug aus dem Magazin März / April 2026.


Video: »Beyond the Stage« mit Tamara Wilson und Nicholas Brownlee

Verdi bedeutet immer eine große Herausforderungen für Sänger*innen – und »Macbeth« ist keine Ausnahme! Singen, sprechen, mit gebrochener Stimme, flüsternd, zerfressen – die Anweisungen in der Partitur sind zahllos. Sopranistin Tamara Wilson und Bassbariton Nicholas Brownlee stellen sich in der Frankfurter Neuproduktion dieser Herausforderung und nehmen uns mit auf Entdeckungstour in das farbenreiche Werk:

Video
BEYOND THE STAGE zu »Macbeth« | Mit Tamara Wilson und Nicholas Brownlee

AUFTAKT – AUDIOEINFÜHRUNGEN

Jetzt in die Audioeinführung zu Macbeth von Dramaturg Konrad Kuhn reinhören. Alle weiteren Auftakt-Folgen finden Sie bei SoundCloud, Spotify und ApplePodcasts.

rein
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Nicholas Brownlee, Macbeth

»Macbeth ist ein Rollendebüt für mich, und wie bei allen Rollendebüts bin ich extrem gespannt darauf, in dieses vielschichtige Werk einzutauchen. Opern, die auf Stücken von William Shakespeare basieren, zu erforschen, macht besonders viel Spaß; es gibt unendlich viel zu entdecken – so ist Shakespeare zum Beispiel seit über 400 Jahren Gegenstand von literaturtheoretischen Untersuchungen.

Bassbariton Nicholas Brownlee © Fay Fox

In diesem Fall ist die Annäherung an den Charakter der Figur für mich genauso wichtig wie die musikalische Vorbereitung. Ich freue mich darauf, diesen problematischen General, der sich zum König aufschwingt, zum Leben zu erwecken. Dazu noch in meiner künstlerischen Heimat, der Oper Frankfurt: Das macht es umso aufregender.«

Auszug aus dem Magazin November / Dezember 2024.

»Der Weg an die Macht ist mit Verbrechen gepflastert.«
Lady Macbeth

PODCAST – »MAASGEFERTIGT«

Jetzt in den Podcast »Maasgefertigt« mit Kostümdirektor Markus Maas und Kostümbildnerin Doey Lüthi sowie Choreografin Gal Fefferman mit special guest R.B. Schlather reinhören.

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Video: Interview mit Regisseur R.B. Schlather

Willkommen bei den Macbeths – Übernachtung auf eigene Gefahr! 🏰👻 Regisseur R.B. Schlather gibt im Interview Einblicke in seine Inszenierung von Verdis düsterem Meisterwerk »Macbeth«. Im Fokus steht das Umfeld der Hauptfiguren: Was macht die Macbeths zu dem, was sie sind?

Interview mit R.B. Schlather zu »Macbeth«

Rund um Ihren Besuch

SNEAK IN

Der gemeinsame Besuch einer Endprobe mit anschließender Gesprächsrunde soll jungen Menschen von 18 bis 35 Jahren Gelegenheit zum lockeren Austausch geben. Kostenfreie Tickets im Vorverkauf

TERMIN 15. April 2026

JETZT! – JUNGE OPER

KINDERBETREUUNG

Die Betreuung von Kindern von 3–8 Jahren ist für Eltern, die die Vorstellung besuchen, kostenlos. Eine Anmeldung unter gaesteservice@buehnen-frankfurt.de oder Tel. 069 212 37 348 (bitte Rückrufnummer angeben) ist erforderlich – es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen. Weitere Nachmittagsvorstellungen mit Kinderbetreuung finden Sie hier.

TERMIN 26. April 2026

OPERA NEXT LEVEL

Ihr wollt eine Oper über die Schattenseiten der menschlichen Natur sehen? Mit Macbeth erlebt ihr einen packenden, intensiven und unvergesslichen Opernabend! Macbeth erhält eine mysteriöse Prophezeiung und lässt sich von seiner Frau zum Mord an König Duncan anstiften. Doch plötzlich holen ihn Gewissensbisse und Wahnvorstellungen ein. Lady Macbeth treibt ihn weiter zu immer neuen Gräueltaten – bis auch sie an Schuld und Wahnsinn zerbricht. Die Inszenierung von R.B. Schlather zeigt die beiden Protagonisten in all ihrer modernen Grausamkeit: Macht, Gier und Gewalt spiegeln sich in einem eleganten, kalten Herrschaftshaus wider. Am Ende holen die Unterdrückten das Unrechtsregime brutal ein. Eine Oper über Ambitionen, Schuld und die dunklen Seiten der Macht.

TERMIN 26. April 2026

OPERNWORKSHOP

Eine der seltenen Opern, in denen es nirgends um Liebe geht. Der brutale Machthunger dominiert alles und schmiedet das Königspaar aneinander.

Opernliebhaber*innen und Neugierige finden sich in behutsam angeleiteten Schritten zu einem Ensemble. Aus der Perspektive der Opernfiguren lernen sie ein Werk auf aktive, spielerische Weise kennen. Die gezielte Auseinandersetzung mit einzelnen Musikpassagen vertieft das Verständnis und erhöht den Genuss!

TERMIN 16. Mai 2026

TICKETS BUCHEN

18., 24., 26. April / 2., 16., 22., 25., 30. Mai / 13. Juni 2026

Jetzt Tickets für Macbeth sichern und in eine Welt aus Macht, Intrigen und Schuld eintauchen!

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SZENENFOTOS Monika Rittershaus

FOTOS Fay Fox

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Veröffentlicht am

13.03.2026

Willy-Brandt-Platz

Spielort

Willy-Brandt-Platz

60311 Frankfurt am Main

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