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News & Veranstaltungen

KAMMERMUSIK-REIHE SPIELZEIT 2026/27

Persönliche Einblicke und Highlights der Musiker*innen

Die Kammermusikreihe der Oper Frankfurt lädt in der Saison 2026/27 zu zehn besonderen Konzerten ins Holzfoyer ein. Zwischen bekannten Meisterwerken und selten gespielten Entdeckungen entfaltet sich eine abwechslungsreiche Serie. Ausgewählte Programme stehen in engem Zusammenhang mit Premieren und Wiederaufnahmen des Hauses und bieten so neue Perspektiven auf das Opernrepertoire. Wir geben Ihnen hier einen kompakten Überblick über alle Termine – freuen Sie sich auf inspirierende Vormittage mit außergewöhnlichen Besetzungen und persönlichen Einblicken!

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Kammermusik-Reihe an der Oper Frankfurt – Spielzeit 2026/27

Die Kammermusikreihe der Oper Frankfurt in der Saison 2026/27 verspricht erneut musikalische Vielfalt, persönliche Handschriften und besondere Konzerterlebnisse. Den Auftakt bildet im September das Benefizkonzert Was uns trägt, bevor neun weitere Kammermusiken folgen – teils eng verbunden mit Premieren und Wiederaufnahmen unseres Spielplans, teils als eigenständige Konzertprogramme.

Ob selten gespielte Werke für Klarinette und Streicher, Streichquartette aus sechs Jahrhunderten, zwei große Oktette oder ein Concert à cinq: die Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters gestalten die Reihe mit eigenen Ideen, Lieblingswerken und künstlerischen Perspektiven. Auch die Paul-Hindemith-Orchesterakademie ist in dieser Saison mit einem Konzert vertreten.

Was genau Sie erwartet? Lassen wir die Musiker*innen selbst zu Wort kommen – denn niemand kann die Besonderheiten, die Inspiration und die Vorfreude dieser Konzerte besser vermitteln als die Künstler*innen, die jedes einzelne Programm mit ihrer Kreativität und Leidenschaft prägen.

Bildunterschruft: © Anne-Marie Antwerpen
Kammermusik am Sonntagvormittag im Holzfoyer der Oper Frankfurt © Anne-Marie Antwerpen

Inhalt

»Was uns trägt« – Benefizkonzert, 1. Kammermusik

6. September 2026

Marie Daniels: »Dieses Programm bringt Werke von Wagner, Brahms, Webern und Mahler zusammen, die alle auf ihre eigene Weise mit Natur verbunden sind. In diesen Stücken finden sich Sehnsucht, Liebe, Erinnerung und Trost in der Natur wieder – als etwas, das uns auffängt, inspiriert und verbindet. Vom warmen Klang des Siegfried-Idylls bis zu den persönlichen und berührenden Rückert-Liedern von Mahler mit Mezzosopranistin Kelsey Lauritano entsteht so ein sehr intimer musikalischer Vormittag.

Marie Daniels © Barbara Aumüller

Wenn uns die Natur so viel gibt, wird umso deutlicher, wie wichtig es ist, sie zu schützen. Als Mitglieder von Orchester des Wandels e.V – einem Netzwerk von Musiker*innen deutscher Orchester, das sich für Klima- und Naturschutz engagiert – möchten wir diesen Konzertvormittag zugleich als Benefizkonzert gestalten.«

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Elegante Klangwelten, »Les nations« zur Premiere »Ottone«, 2. Kammermusik

11. Oktober 2027

Horus Ensemble: »Europa klang im Zeitalter des Barocks so vielfältig wie selten zuvor: In unserem Programm Les nations begegnen sich elegante Klangwelten von Couperin, Händel, Keiser, Scarlatti und Spourny in einem lebendigen musikalischen Dialog.

Horus Ensemble © Roland Horn

Wir spielen auf historischen Instrumenten und lassen dabei die Affekte sowie die feinen Nuancen dieser Musik mit Nähe und Wärme aufleuchten. Der besondere ›Farbton‹ der Viola d’Amore verleiht einzelnen musikalischen Momenten einen seidigen, sanften Glanz.«

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Märchenzauber mit »Hänsel und Gretel«, 3. Kammermusik

1. November 2026

Markus Bebek: »Manche Stücke begleiten einen eigentlich schon das ganze Leben – und genau so ist es für mich mit Hänsel und Gretel. Deshalb freue ich mich riesig, dass wir Blechbläser der Oper Frankfurt am 1. November 2026 die Fassung für 9 Blechbläser mit zwei Schlagzeugern und Sprecher von Hans Drechsler aufführen.

Markus Bebek © Barbara Aumüller

Seit Generationen gehört die Oper einfach zur Weihnachtszeit dazu (obwohl Weihnachten weder im Märchen noch in der Oper vorkommt, man beachte die Erdbeeren …) und Humperdincks Musik schafft es, diese besondere Mischung aus Wärme und Märchenzauber einzufangen. Kurz vor Weihnachten erzählen wir gemeinsam mit Sebastian Kuschmann aus dem Schauspielensemble die Geschichte von Hänsel und Gretel – natürlich mit vielen der schönsten und bekanntesten Melodien aus der Oper, im festlichen Klang der Blechbläser. Ich liebe es, wie diese Musik sofort Erinnerungen weckt. Umso schöner, diese Stimmung gemeinsam auf die Bühne bringen zu können. Das wird ein ganz besonderes Kammerkonzert für Zuhörer*innen jeden Alters!«

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Einblick in die groß besetzte 8. Kammermusik der Spielzeit 2025/26 im April 2026 mit der Petite symphonie von Charles Gounod sowie der Serenade op. 44 von Antonín Dvořák.

Zwischen Klangsog und Farbfinesse, zur Premiere »Le roi Arthus«, 4. Kammermusik

6. Dezember 2026

Thomas Guggeis: »Eine magische Kombination: Wagners hypnotische Harmonik und sein unendlicher Klangsog treffen auf französische Farbfinesse und musikalische Duftnoten. Inspiriert von der Premiere von Ernest Chaussons Le Roi Arthus freuen wir uns auf apollinische Bläserklänge in Albéric Magnards Klavierquintett, feixenden Humor bei Jean Françaix und Gabriel Fauré und entdecken zusammen die Waldszenen von Mel Bonis …«

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Thomas Guggeis © Barbara Aumüller

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Concert à cinq, 5. Kammermusik

20. Dezember 2026

WERKE VON Strawinsky, Debussy, Jongen und Sohy
VIOLINE Ingo de Haas
VIOLA Lev Loiko  
VIOLONCELLO Gundula Leitner  
FLÖTE Sarah Louvion
HARFE Françoise Verherve  

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Zwei Oktette, 6. Kammermusik

14. Februar 2027

Bogdan Kisch: »Wir freuen uns sehr darauf, die beiden Streichoktette von Enescu und Gade zu spielen. Beide Komponisten haben Kulturen verbunden – Gade brachte den nordischen Ton nach Leipzig, Enescu vereinte seine rumänische Heimat mit Paris. Fast alle Mitwirkenden haben Wurzeln in oder eine Verbindung zu Osteuropa, und vielleicht liegt uns diese Klangwelt deshalb besonders nahe.«

Bogdan Kisch © Barbara Aumüller
»Kein Ingenieur, der seine erste Hängebrücke über einen Fluss baut, kann mehr gelitten haben als ich, als ich Seite um Seite meines Manuskripts mit Noten füllte.«
George Enescu in seiner Autobiografie

Raritäten für Klarinette und Streicher, 7. Kammermusik

14. März 2027

Ramón Femenía Martínez: »Eines der schönsten Gefühle, die man als musikalischer Interpret erleben kann, liegt darin, ein Werk oder einen Komponisten ›zu entdecken‹, der beinahe in Vergessenheit geraten ist. Es ist zugleich ein Zeugnis für die unermessliche Vielfalt und Schönheit unserer Kunst.

Ramón Femenía Martínez © Barbara Aumüller

Umso mehr erfüllt es mich mit tiefer Freude, Sie dazu einzuladen, gemeinsam mit uns einen Blick auf die Romantik ›jenseits der großen Namen‹ zu werfen – im Rahmen eines Vormittags, an dem die beiden großen Protagonisten, die Klarinette und die Streicher, die Entwicklung der europäischen Musiksprache im Laufe des 19. Jahrhunderts lebendig werden lassen.«

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Streichquartette aus sechs Jahrhunderten, 8. Kammermusik

4. April 2027

Florian Fischer: »Im Zentrum unseres Konzert steht Beethoven 59,1, das erste Rasumovski-Quartett. Danach war alles anders in Sachen Kammermusik: länger, lauter, schneller, schwerer, komplexer und verletzlicher als je zuvor. Erstmals wird eine Emotion ›Mesto‹ (=traurig) zur Interpretationsanweisung. Ist das schon Romantik?

Florian Fischer © Barbara Aumüller

Dazu di Lassos irritierend unverhoffte Harmoniewechsel und Schumanns Gesänge op. 107. Sie scheinen sein eigenes krisenhaftes Leben zu spiegeln, Aribert Reimann gibt dem Klavierpart eine subjektive Gestalt, in dem er ihn für Streichquartett übersetzt. Und Enno Poppe? Er manipuliert 10 Töne durch 14 Variationen in 5 Minuten, so eigen und frech, wie es selbst der Variations-Meister Beethoven nie getan hätte. Für uns und das Publikum heißt das mittendrin sein, eintauchen, um Persönliches herauszutragen. ›Come in and find out‹.«

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Akademist*innen im Zusammenspiel, 9. Kammermusik

9. Mai 2027

Lisa Rauchbach: »Ich freue mich sehr auf das Foyerkonzert mit Ermanno Wolf-Ferraris Kammersymphonie op. 8. Für mich ist das Werk neu, und ich bin gespannt auf eine sicher sehr inspirierende Probenarbeit mit Thomas Guggeis. Außerdem ist es natürlich besonders schön für uns Akademist*innen, in so großer Besetzung zusammenspielen zu können.«

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Lisa Rauchbach © Bogdan Michael Kisch

Paris am Anfang des 20. Jahrhunderts, 10. Kammermusik zur Wiederaufnahme »Dialogues des Carmélites« 

13. Juni 2027

Nika Brnič Uhrhan: »Der Dichter Jean Cocteau schrieb in 1918: ›Schluss mit den Wolken, den Wellen, den Aquarien, den Undinen und den nächtlichen Düften: Wir brauchen eine Musik, die fest auf Erden steht, eine Alltagsmusik. Weder Musik in der man schwimmt, noch Musik auf der man tanzt: Musik, auf der man geht.‹

Nika Brnič Uhrhan © Barbara Aumüller

Er lud 15 Komponierende zu einem Vortragsabend ein. Sechs Komponist*innen kamen und wurden später als ›Les Six‹ bekannt. Unter ihnen Darius Milhaud, Francis Poulenc und als einzige Frau Germaine Tailleferre. Alle wollten weg von der Spätromantik und haben Inspiration im Alltäglichen gesucht, in damals populärer Jazz-, Variété-Musik. Musikalisch kann man einige Werke dem Neoklassizismus zuordnen.«

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FOTOS Anne-Marie Antwerpen, Barbara Aumüller, Diana Hillesheim, Roland Horn, Bogdan Michael Kisch

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Veröffentlicht am

12.06.2026

Willy-Brandt-Platz

Spielort

Willy-Brandt-Platz

60311 Frankfurt am Main

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