Hätte der Bauer seiner Tochter nur geglaubt ... Die Kluge hatte ihm geraten, den goldenen Mörser – ein Fundstück von der Feldarbeit – nicht dem König zu übergeben. Er aber lieferte den Fund pflichtschuldig ab und erntete statt einer Belohnung das Misstrauen des Königs: Davon überzeugt, dass der Bauer den dazugehörigen Stößel einbehalten hat, lässt dieser ihn in den Turm werfen.
Nun will der König die Klugheit der Bauerstochter prüfen. Er stellt ihr drei Rätsel. Wenn sie diese löst, will er ihr die Freiheit schenken, andernfalls droht ihr der Strick. Ein Kinderspiel für die Kluge. Beeindruckt nimmt der König sie zur Frau.
Zwischen dem Mann mit dem Esel und dem Mann mit dem Maulesel entbrennt ein Besitzstreit um ein Füllen. Sie ziehen vor den König, der ein Urteil sprechen soll. Der Mauleselmann besticht alle, die ihm zu seinem Recht verhelfen könnten – so auch die drei Strolche im Richtergewand. Schadenfroh kommentieren diese das schließlich ergehende Fehlurteil des Königs gegen den Eselmann.
Verzweifelt reflektiert der Eselmann seine Situation. Da erscheint ihm die Kluge, die sich ihm nicht als die Königin zu erkennen gibt. Sie spricht ihm gut zu und stellt in Aussicht, das Blatt zu wenden. Und tatsächlich wird der Eselmann sein Füllen sowie eine Menge Geld zurückerhalten.
Als die Kluge dann den König wegen seines Fehlurteils im Sinne der Rechtsordnung ermahnt, verstößt er sie, überlässt ihr jedoch eine Truhe, in der sie mitnehmen darf, »woran ihr Herz am meisten hängt« … Er selbst ist es, der darin von einem Schlaftrunk wieder erwacht, den ihm seine kluge Frau verabreicht hatte.