11.12.2025
PUNCH AND JUDY
Bereit für ein groteskes Spektakel? Grell, blutig und voller britischem Humor: In Harrison Birtwistles Punch and Judy gerät ein Puppenspiel außer Kontrolle... Vom 11. bis 30. Dezember 2025 im Bockenheimer Depot.
Wir sind in der Sommerpause. Damit Ihnen in der Zwischenzeit ohne uns nicht langweilig wird, haben wir Ihnen als kleinen Vorgeschmack auf die neue Spielzeit 2022/23 einige schöne Urlaubsdestinationen zur Inspiration für Ihre Reise zusammengestellt.
Unsere heimischen Wälder bieten Naturliebhaber*innen nicht nur die perfekte Naherholung, sondern auch echte Abenteuer. Allerlei Tiere bevölkern den romantisch dunklen Stadtwald. Hier lassen sich tanzende Libellen entdecken, geben Frosch und Heuschrecke unbekümmert ihr Konzert, hoppeln Hasen, bis sie der Förster stört, wie in Janáceks Oper Das schlaue Füchslein. Füchse gibt es im Stadtwald auch, mit etwas Glück entdeckt ihr sie vielleicht sogar in der Nähe des Stadtwaldhauses, am Goetheturm oder Jakobiweiher? Nur die couragiertesten Spaziergänger*innen trauen sich wie einst Hänsel und Gretel noch tiefer und bei anbrechender Dunkelheit in den Wald.
Neben moosigen Flechten finden routinierte Sammler*innen Wildkräuter wie Bärlauch, Walderdbeeren und im Herbst auch Pfifferlinge und seltene Steinpilze. Hier hat es sich seit vielen Jahren eine ältere Dame, Rosina Leckermaul, unweit der Oberschweinstiege gemütlich gemacht. An dem geheimnisvollen Ausflugsziel tummeln sich magische Wesen – Engel wurden hier schon gesichtet, man munkelt, dass sich hier zuweilen auch Sand- und Taumännchen begegnen. Viel Zeit hat die etwas skurrile Lady für die aufwändige Dekoration des Häuschens aufgewendet, das sie liebevoll hegt und pflegt.
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Viele Wege beginnen in Paris – unter ihnen auch die Via Turonensis, der längste der französischen Jakobswege. Er startet am Tour Saint-Jacques, einem Überbleibsel der Kirche Saint-Jacques-la-Boucherie, deren Bauzeit zusammenfällt mit jener Zeit, in der man in den Klöstern entlang der Pilgerstraßen die Tradition der Chansons de geste pflegte. Das Rolandslied, eines der bekanntesten dieser französischen Versepen, erzählt von den Taten jenes Helden, von dem auch Händels Oper Orlando handelt.
Wer sich statt auf alte Pfade lieber ins Hauptstadt-Getümmel begeben will, dessen Zauber sich auch Puccinis Titelheldin Manon Lescaut hingibt, sollte unbedingt dem Maison européenne de la photographie einen Besuch abstatten. Vielleicht lässt sich dort sogar das berühmte Zaren-Porträt der Fotografin Angèle entdecken, die laut Georg Kaiser und Kurt Weill vor rund 100 Jahren ein Atelier in der Stadt besessen haben soll.
Eine halbe Stunde von Paris entfernt liegt Schloss Chantilly, das nicht nur für seine Gartenanlagen aus mehreren Jahrhunderten und seine umfangreiche antike Kunstsammlung, sondern auch für seine ausgedehnten Stallungen und packenden Pferde-Shows bekannt ist. Ob sich Richard Strauss und Clemens Krauss auch von diesem Ort für ihr Capriccio inspirieren ließen?
In Amiens, der Wahlheimat von Jules Verne, ist mit der flächenmäßig größten Kathedrale Frankreichs ein außergewöhnliches Beispiel französischer Gotik zu bestaunen. Als »Stadt der Kunst und Geschichte« und »Stadt der Jugend 2020« betitelt, punktet Amiens zudem mit seinen bereits im Mittelalter kultivierten »schwimmenden Gärten«, ein verschlungenes Kanal-Netz von wilder Schönheit. Vielleicht haben nicht nur die gebürtigen Amienser Brigitte und Emmanuel Macron, sondern auch Manon Lescaut und ihre große Liebe Des Grieux dieses Idyll genossen.
Das tragische gemeinsame Ende von Manon und Des Grieux beginnt in Le Havre, von wo aus Manon nach Amerika verbannt wird. Seit den 1950er Jahren verkörpert diese Stadt allerdings auf einzigartige Weise das Prinzip Hoffnung: Nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde das Stadtzentrum nach visionären Plänen des Star-Architekten Auguste Perret neu errichtet. Für seine »Poesie in Beton« wurde Le Havre sogar als eins von zwei Stadtensembles des 20. Jahrhunderts in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
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Tauchen Sie ein in die Welt von Saverio Mercadantes Oper Francesca da Rimini – nicht nur im Zentrum der geschichtsträchtigen Stadt am Meer. Denn Rimini ist viel mehr als Sonne, Strand und Party! Die Stadt lädt mit Streifzügen durch die italienische Kulturgeschichte zum Staunen ein: Bauwerke wie der Augustusbogen, die Tiberiusbrücke oder das Haus des Chirurgen zeugen vom antiken Glanz der Römerstadt. Die berühmte Kathedralkirche, auch »Malatesta-Tempel« genannt, zählt ebenso zu den Renaissance-Schätzen Riminis wie die Burg der Herrscherfamilie Malatesta, in welche Francesca da Polenta einheiratete.
Der leidenschaftlichen Liebesgeschichte zwischen ihr und Paolo Malatesta lässt sich auf der Burg Gradara, dem sogenannten »rocco dell’amore«, im sagenumwobenen Hinterland zwischen Rimini und Pesaro besonders nahe kommen. Dort soll sie sich zugetragen haben.
Ein Tipp für Verliebte: auf der Passegiata degli innamorati rund um die Burg Gradara wandeln und am Abend eine Filmvorführung im 1920 eröffneten, neu restaurierten Cinema Fulgor in Rimini besuchen, in dem auch der bekannteste Sohn der Stadt Federico Fellini seine ersten Filme sah.
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ZUM SPIELPLAN
SZENENFOTOS Barbara Aumüller, Monika Rittershaus
FOTOS Reisemotive: Freepik, Commons Wikipedia und Unsplash
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Veröffentlicht am
01.08.2022
11.12.2025
Bereit für ein groteskes Spektakel? Grell, blutig und voller britischem Humor: In Harrison Birtwistles Punch and Judy gerät ein Puppenspiel außer Kontrolle... Vom 11. bis 30. Dezember 2025 im Bockenheimer Depot.
05.12.2025
Einmal im Jahr wird die Opernbühne in Frankfurt zum Festsaal und auf der Drehbühne tummeln sich bei feinsten Speisen und Getränken Freunde sowie Förder*innen der Oper: Willkommen bei der Operngala!
05.12.2025
Frankfurter szenische Erstaufführung von Mozarts frühem Meisterwerk Mitridate, re di Ponto: Claus Guth inszeniert die zeitlose, packende Geschichte des alternden Königs Mitridate, der seine Söhne auf die Probe stellt. Vom 7. Dezember 2025 bis 10. Januar 2026 an der Oper Frankfurt.