PLAKATKUNST ZUR »SIZILIANISCHEN VESPER«

Plakate der Oper Frankfurt: von Gunter Rambow

Plakate halten an oder auf, sie laden ein oder aus, sie wecken die Neugier oder schreien nach Aufmerksamkeit. Einige sind Kunst, andere wollen es sein und wieder andere begnügen sich mit dem Dasein als Informationsträger im Großformat, aber: Sie alle »schmücken« die Stadt.

Zum wiederholten Male haben die Oper Frankfurt und die Hochschule Mainz / Fachbereich Gestaltung zusammengearbeitet. Den Studentinnen und Studenten des ersten Semesters bietet Prof. Charlotte Schröner die Möglichkeit, im Seminar »Gestalterische Grundlagen« nicht nur Plakate zu analysieren, sondern sich selbstverständlich auch als Plakatkünstler auszuprobieren. Unter anderem galt es, Plakate für die Produktion von Giuseppe Verdis Les Vêpres siciliennes an der Oper Frankfurt zu entwerfen, die im November wieder im Spielplan war. Dass sich Charlotte Schröner für ihre Veranstaltung gerade das Thema Oper ausgesucht hat, kommt nicht von ungefähr, gestalten sie und ihr Team der Werbeagentur Opak doch seit Jahren die Publikationen unseres Hauses.

Für die meisten der Studierenden war »Oper« pures Neuland. Bevor sie sich eine Vorstellung ansehen konnten, wurde ihnen in einer Sitzung der Kosmos »Oper« sowie Verdis Werk näher gebracht. Dabei erhielten sie auch erste Einblicke in die Inszenierung von Jens-Daniel Herzog. Eine komfortable Situation, die für einen Gestalter von Theaterplakaten vor einer Premiere so natürlich nicht gegeben ist. Er entwirft seine Plakate lange vor Beginn der Proben zu einer Neuinszenierung und kann sich mit den Informationen der DramaturgInnen ausmalen, was letztendlich auf der Bühne zu sehen sein wird. Für die Studierenden eröffnete dies jedoch mehrere Wege, sich dem Thema zu nähern. Die Vorgaben hielten sich in Grenzen: auf festgelegtem Format sollten Komponistenname, Titel und das Logo der Oper Frankfurt integriert sein – weiter war der Kreativität keine Grenze gesetzt.

Zum Ende des Wintersemesters wurden nun die Ergebnisse präsentiert. Sie können sich sehen lassen!

Ein Text von Stephanie Schulze

31. Januar 2018

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